April 2021: Auch von innen wird der Rohbau nun zur Kirche

Halleluja! – mag sich der ein oder andere am 1. Mai gedacht haben, als die Nachricht die Runde machte, dass das lang ersehnte bunte Altarfenster heil am Bestimmungsort montiert wurde.

Wer dann während einer Fahrradtour am 1. Mai oder am darauffolgenden Sonntag Kantate die neue Kirche betrat, spürte sogleich die sakrale Ausstrahlung, die das Gebäude nunmehr durch das leuchtende Kunstwerk bekommen hat.

Unser nun in den Ruhestand verabschiedete Pastor Johannes Rehr konnte das Werk bei der feierlichen Übergabe mit der Künstlerin Marie-Luise Schüller und dem Glasermeister Hartmann aus Münchhausen in Empfang nehmen. Ein sehr guter Presseartikel dazu ist hier zu finden.

Vor Ort haben wir das Fenster dann in einen von Tischler Kück aus Sottrum angefertigten Rahmen eingesetzt. Thorsten Holsten hat dann mit einigen jungen Erwachsenen das Fenster auf das Gerüst gehoben und eingesetzt.

Auch unsere Orgel, die wir bereits vor Beginn der Baumaßnahmen von der sich auflösenden Gemeinde in Nestau erwerben konnten, wurde im letzten Monat von Orgelbauer Christoph Böttner aufgebaut.

Sie wird nun noch neu gestrichen, anschließend werden die Pfeifen eingesetzt und intoniert.

Anfang des Monats konnte mit Hilfe von Jugendlichen und jungen Erwachsenen aus der Gemeinde die Deckenverkleidung fertiggestellt werden. Wir haben uns für eine Holzdecke mit Schattenfuge entschieden, mit der wir dem Hall der Räume entgegenwirken. Im Gemeindesaal kann man bereits merken, dass man sich sehr ruhig miteinander unterhalten kann.

     

Die Wände der Gemeinderäume sind nun fertig gestrichen und machen einen sehr eleganten Eindruck.

Auch die Leuchten sind nun fast überall installiert. Da unsere LED-Leuchten zentral über KNX angesteuert werden, müssen wir leider noch auf die Programmierung warten, bis wir die Leuchten selbst anschalten können.

Der Elektriker hat jedenfalls die Leuchten schon einmal getestet, wobei wir uns von dem warmen und weichen Licht überzeugen konnten.

 Schließlich wurden im April noch einige Komponenten installiert, wie zwei Dachbodenfenster, eine Brandschutztür und die Rauchschutztür im Flur.

Der nächste Monat wird vor allem den Wänden und Fußböden gewidmet. Außerdem hoffen wir, dass die Pflasterarbeiten demnächst beginnen können.

Große Fortschritte im März

Ende Februar haben die Maurer begonnen, die Fassade der Gemeinderäumlichkeiten zu dämmen. Im Gegensatz zum Kirchenschiff bekommen diese keine Klinkerfassade, sondern ein Wärmedämmverbundsystem. Dieses besteht aus Dämmplatten, die auf die Ytongwand geklebt und dann verputzt werden. Dadurch hebt sich die Kirche optisch vom Rest des Gebäudes ab. Obwohl wir also Kirche und Gemeindesaal als ein Gebäude bauen, ist die Kirche dennoch als solches erkennbar.
Ende März konnten die Maurer schon beginnen, die Fassade zu verputzen, sodass das äußere Erscheinungsbild bald vollständig fertiggestellt ist.
Im letzten Monat hat auch der Innenausbau erhebliche Fortschritte gemacht. In den Gemeinderäumen wurden alle Wände tapeziert und grundiert, außerdem auch die Rigipsdecken gespachtelt, tapeziert und grundiert.
Die Bäder sind fertig gefliest, sodass nur noch Farbe, WCs und Trennwände fehlen.
Da seit dieser Woche die Farbgebung feststeht, kann jetzt auch begonnen werden, die insgesamt 1.800 qm Wandfläche zu streichen.
Hier streben wir an, dass wir vieles davon in Eigenleistung schaffen.
Die Bretterverschalung im Kirchenschiff, Flur und Gemeindesaal ist fast fertig. Das Holz mit durchscheinender Maserung ist mit Schattenfuge verlegt worden, um den Hall etwas zu dämpfen und für eine gute Akustik zu sorgen.
Anschließend werden noch die Leuchten installiert, die Wände gestrichen und dann der Fußboden verlegt.
 
Im Außenbereich ist diesen Monat sehr viel passiert – doch von all dem sieht man schon nichts mehr.
Zunächst wurden die Regenwasser- und Schmutzwasserrohre verlegt und die Regenwasserrigole gebaut. Teilweise türmten sich die Sandberge 3-4m hoch, bevor die Gräben wieder zugeschüttet wurden. Außerdem kam der Tiefbauer und hat den Hausanschluss für Wasser, Strom und Internet gelegt. Danach kam ein Spezialunternehmen und hat die Erdbohrungen für die Erdwärmepumpe gebohrt. Nun liegen vier Bohrungen mit jeweils 120m Tiefe in unserem Boden und sind im Anschlussschacht bereits miteinander verrohrt.
Unsere Heizung hat die Besonderheit, dass die sowohl mit einem Luftwärmetauscher als auch über die Erdwärmebohrung Umweltwärme nutzen kann.
Momentan läuft bereits der Luftwärmetauscher, und bei den aktuell milden Temperaturen können wir mit jeder Kilowattstunde Strom 7,7 Kilowattstunden Heizenergie gewinnen.
Neben den Baumaßnahmen sind auch die Planungen und Entscheidungen weiter gereift, sodass wir nun einen Künstler mit der Gestaltung der Kirchentür beauftragen konnten.
Bald erwarten wir auch den Einbau unseren Buntglasfensters im Altarraum, auf das wir uns schon sehr freuen!
Bei dieser Monatsrückschau merken wir, wie dankbar wir unserem himmlischen Vater sein können, dass er uns die Kraft und die finanziellen Mittel für dieses Vorhaben schenkt.